1. Fahren im
Konvoi Grundsätzlich sind sämtliche Grundregeln & Verkehrsvorschriften von allen einzuhalten !! |
| Besonders bei großen Gruppen werden oftmals
Kreuzungen gesichert und abgesperrt. Das soll in keiner Weise
heißen, dass hier ein Wegerecht erzwungen werden soll. Gesichert wird
erst, wenn der andere Verkehr dieses zulässt ! Das
Straßenverkehrsgesetz ist jedoch klar. Andere Verkehrsteilnehmer
dürfen nur an den vorgesehenen Stellen in einen geschlossenen
Verkehrsverband eindringen. Somit ist die Möglichkeit gegeben, einen
behördlich genehmigten und kenntlich gemachten geschlossenen
Verkehrsverband zu schützen, indem man andere Verkehrsteilnehmer mit
sichernden Motorradfahrern darauf aufmerksam macht !! Teilnehmer an
einem Konvoi dürfen sich jedoch nicht absolut auf eine freie Fahrt
einstellen. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich !!
Es kommt immer wieder vor, dass ungeduldige Autofahrer in einen
Verband einbrechen wollen und es kann zu gefährlichen Situation
kommen. Die sichernden Fahrer (innen) müssen also gut absperren und
sich nicht ins Out drängen lassen. Das ist nicht immer ganz einfach
und erfordert viel Routine. |
| Durch das versetzte
Fahren entsteht ein optimaler Sicherheitsabstand zwischen
den einzelnen Konvoiteilnehmern. |
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Der KONVOI-FÜHRER
- Bestimmt die Route
- die Stopps
- die Geschwindigkeit.
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Der KONVOI-TEILNEHMER
- fährt versetzt mit einem Abstand von mind. 10 m nach vorne und
hinten
- fährt nur so schnell, daß der Abstand vom Fahrer hinten
eingehalten werden kann.
- hält die einmal eingenommene Position ( Spur ) innerhalb des
Konvois ein.
- überholt auf keinen Fall !
- langsame Fahrzeuge oder Fahrer(innen) mit weniger Fahrpraxis
fahren am Anfang des Konvois, da dort die Geschwindigkeit am
niedrigsten ist. Für die Straßensicherung werden spezielle
Abmachungen getroffen
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Der SCHLUSS-FAHRER
- ist verantwortlich, dass keiner zurück bleibt und hilft, den
Konvoi zusammenzuhalten.
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| 2. Das
Anhalten |
| Beim Anhalten vor Kreuzungen, Rotlichtampeln und
anderen Hindernissen wird auf Zweierkolonnen
aufgeschlossen und der Abstand zum Vorderfahrzeug so kurz
wie möglich gehalten, um ein schnelles Überqueren der Kreuzung zu
ermöglichen. |
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| 3. Lücken
schließen |
| Es kann immer wieder vorkommen, dass vor einem eine
Lücke entsteht, weil jemand aus dem Konvoi ausgeschert ist. Es ist
eine weit verbreitete gefährliche Unart, diese Lücke durch
Seitwärtsverschieben wieder zu schließen. Schon mehr als einmal
haben sich Teilnehmer so gegenseitig abgeschossen. Die korrekte Art,
solche Lücken zu schließen, besteht im lateralen Verschieben, das
heißt von hinten nach vorne auf
derselben Spur bleibend. |
| Entsteht im Konvoi eine Lücke, dann wird diese nicht
seitwärts sondern von hinten nach
vorne aufgefüllt. Das heißt, das jeweils hintere Fahrzeug
fährt nach vorne in die entstandene Lücke. |
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4. Sichern von
Kreuzungen Nur erlaubt bei einem
behördlich genehmigten, geschlossenen Verband !! |
| Gerade in großen Gruppen ist der Bedarf da, Kreuzungen
so zu sichern, dass die ganze Gruppe in einem Fluss darüber fahren
kann. Wichtig ist, dass die Gruppe konzentriert und aufgeschlossen
fährt. Der Konvoiführer bestimmt, wie viele Leute die nächste
Kreuzung sichern sollen und zeigt dies mit Handzeichen an. Immer die
vordersten Teilnehmer(innen) sind an der Reihe, abzusperren. Die
Ausnahme bilden schwächere Fahrer(innen), die vorne fahren und sich
das noch nicht zutrauen. In dem Falle weichen sie an den rechten
Straßenrand aus, um die Anzahl Fahrer(innen) von hinten
vorbeizulassen, welche die nächste Kreuzung sichern sollen. Nach dem
Sichern schließen sich diese Fahrer(innen) hinten am Konvoi vor dem
Schlussfahrzeug an. |
Der Konvoi-Führer hält ZWEI oder MEHR Finger in die Höhe und
signalisiert so den nachfolgenden Motorradfahrern, wie viele Fahrer
die Kreuzung / den Kreisel sichern müssen. |
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Die Kreuzung muss vom ganzen Konvoi so schnell wie
möglich überquert werden. Nachdem das Schlussfahrzeug die Kreuzung
überquert hat, fahren die Motorräder, welche die Straße gesichert
haben, vor das Schlussfahrzeug. Bei der nächsten Kreuzung werden
wieder die vordersten beiden Motorräder die Straße sichern und sich
dann hinten anschließen. |
5. Sichern beim
Einbiegen Nur erlaubt bei einem
behördlich genehmigten, geschlossenen Verband !! |
Der Konvoi-Führer hält EINEN Finger in die Höhe und signalisiert so
dem nachfolgenden Motorradfahrer, dass er die Straße sichern muss.
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Der Konvoi soll so schnell wie möglich einbiegen.
Nachdem das Schlussfahrzeug eingebogen ist, fährt der Fahrer, der die
Straße gesichert hat, vor das Schlussfahrzeug. |
| 6. Zusammenfassung
( Kurzübersicht ) |
Ganz automatisch fährt man hinten im Konvoi schneller als vorne. Schon bei
20 Bikes kann das gute 20 km/h ausmachen. Also fährt der Konvoi -
Führer innerhalb geschlossener Ortschaften nicht mehr als 40 km/h,
da hat der hintere Fahrer schnell 50 km/h zu fahren. Außerhalb
geschlossener Ortschaften sollten nicht mehr als 60 bis 70 km/h
gefahren werden, da der hintere sich schon sputen muß. Dies
kommt teilweise vom Ziehharmonika - Effekt. Man kann diesen Effekt
etwas mindern, wenn alle dieselben Abstände einhalten und
konzentriert fahren. Auf längeren Strecken jedoch und auf Strecken
mit viel Anfahrten, Anhalten und Abbiegen kommt es unweigerlich zu
diesem Phänomen.
Konvoi-Fahren kann durchaus ein Erlebnis
sein. Wenn ihr euch an die Regeln haltet, macht es bestimmt Spaß.
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Regeln :
- Versetzt und mit richtigem Abstand fahren. (mind. 10 m
!)
- Geschwindigkeit nach dem Fahrzeug hinten ausrichten. Im
Rückspiegel kontrollieren.
- Position ( Spur ) im Konvoi immer beibehalten.
- Im Konvoi auf keinen Fall überholen
!
- Langsame Fahrzeuge fahren am Anfang des Konvois
- Wer den Konvoi während der Fahrt verlassen will, meldet
sich vorher beim Veranstalter / Konvoi-Führer
ab.
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| 7.
Ergänzungen |
Jede Fahrerin und jeder Fahrer ist für sein
nachfolgendes Fahrzeug mit verantwortlich ! Falls dieses
merklich langsamer wird, muss die (der) Vorausfahrende auch langsamer
werden und es im Auge behalten. Falls das nachfolgende Fahrzeug
seine Geschwindigkeit nicht wieder aufnehmen kann oder anhalten muss,
gibt man der (dem) eigenen vorausfahrenden Fahrzeugführerin
(-führer), da diese (r) ja ebenfalls auf Signale vom folgenden
Fahrzeug achten sollte, Zeichen über die Lichthupe - NICHT über
die Hupe !! Sie (er) muss dann diese Lichthupenzeichen zur
Kolonnenspitze hin weitergeben. Auf diese Weise sollte die
Kolonnenführung in wirklich kürzester Zeit wissen, dass jemand
innerhalb des Konvois Probleme hat. Daraufhin muss die
Kolonnenführung den nächstmöglichen Platz zum Anhalten
auswählen und die Gruppe zum Stehen bringen. So ist immer
gewährleistet, dass niemand zurückgelassen wird ! |
Noch ein Tipp : Falls ein Konvoi doch einmal
versprengt wird ... (Absprache vor dem Start erforderlich
!) In diesem Fall sollte bei einem Richtungswechsel
(Einmündung / Kreuzung / Kreisel) die (der) jeweils letzte Bikerin
(Biker) auf die Nachfolgenden warten ! Sie (er) kann dann von dort
aus in die Richtung weiterführen, die die Kolonnenspitze
eingeschlagen hat ! Natürlich nur bis zum nächsten Wechselpunkt, an
dem eigentlich ja wieder jemand warten sollte ... usw. Wenn die
Kolonnenführung irgendwann das Fehlen von Bikern bemerkt und anhält,
kann der Konvoi nach & nach von hinten her wieder aufschließen.
Dadurch ist gesichert, dass niemand "verloren geht" und dass
KEIN Umkehren & Suchen erforderlich wird !
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